Kunsthaus Schöne

Zeitgenössische Kunst der Moderne

Pius Portmann

Peter Eichler Peter Eichler

Peter Eichler Peter Eichler

Biographie

Der Schweizer Künstler Pius Portmann, 1974 in Zug geboren, studierte an der Luzerner Hochschule für freie Kunst bei Professor Peter Stobbe und wurde bereits in jungen Jahren als Graffiti-Künstler „Mate“ bekannt. Pius Portmann bereiste viele Jahre die Welt, lebte unter anderem mit den Maori in Neuseeland und hat bis heute seinen Zweitwohnsitz in New York. Bald ist er in Andernach am Rhein: Das Kunsthaus Schöne zeigt erstmals in Deutschland sensationelle, bisher unverkäufliche Bilder von berühmten Blues- und Jazzmusikern, die Pius Portmann während ihrer Konzerte porträtierte und die ihre Bilder eigenhändig signiert haben. Kunstwerke mit Autogramm inklusive.

Die großformatigen Porträts entstanden „live“ in den Jahren 1995 bis 2001: So fragte der damalige Leiter des Blues Festivals Portmanns Kunstprofessor, welcher seiner Studenten infrage komme, die Musiker zu porträtieren - vor und während des Konzerts. Pius Portmann machte sich daraufhin an die Arbeit und noch während der Konzerte, in den Pausen, haben die Musiker ihre Porträts signiert. Eine einzigartige Besonderheit. Wie war das möglich? „Die berühmte Jazzpianistin Nina Simone habe ich während der Konzertpause in ihrem Rollstuhl vor ihr Porträt gefahren“, so der Künstler. Nina Simone gab noch Konzerte, obwohl es ihr gesundheitlich bereits nicht mehr gut ging. „Für die Signatur gab ich ihr den Pinsel in die Hand und mischte die Farben“, so Pius Portmann weiter. „Nina Simone signierte ihr Porträt mit Bedacht und lächelte zufrieden. Das war ein schöner Moment“.

Neben dem Porträt Nina Simones stellt das Kunsthaus Schöne weitere klangvolle Namen aus der Blues- und Jazzwelt aus, die von Pius Portmann porträtiert wurden: Bo Diddley, Buddy Guy, James Cotton, die Original Blues Brothers und Clarence Gatemouth Brown, um nur einige zu nennen. Insgesamt werden 19 variationsreiche Porträts ausgestellt mit tiefen malerischen Untertönen. Pius Portmann konzentriert sich ganz auf die Gesichter und verleiht den Musikern einen intensiven malerischen Rhythmus, so dass er auf Utensilien, wie beispielsweise Musikinstrumente, verzichten kann. Kaum ein Künstler kann so wie er im Porträt ein klares Gefühl hervorbringen, das keiner Erklärung mehr bedarf: Auch ohne Musikinstrumente wird motivisch und stilistisch deutlich, dass es sich um Blues- und Jazzmusiker handelt. Pius Portmann spielt auf der Klaviatur gestalterischer Möglichkeiten. Entweder psychodelisch farbenfroh, kühl und sachlich in schwarz-weiß Tönen oder in furiosen Kontrasten – diese einzigartigen Bildwerke sind ein malerisches Konzert.

Peter Eichler
Pius Portmann 2018

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